BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


14. September 2017

„Die Erde braucht Freunde“ – auch im Landkreis Schmalkalden-Meiningen – Der BUND informiert und wirbt für sich und seine Projekte vom 18. bis 23. September 2017 in der Suhler Innenstadt

Foto: BUND Meiningen; v.l.n.r.: Dennis Schoppmeyer, Dennis Schumacher, Nico Benn, Tom Wey

Meiningen. Von Montag, den 18. September, bis einschließlich Samstag, den 23. September, wird ein Team des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in der Suhler Innenstadt mit den Bürgern das Gespräch über umweltpolitische Themen der Region suchen und über den gemeinnützigen Verein und seine Projekte informieren.

Frank Henkel, Vorsitzender des BUND Kreisverbandes Schmalkalden-Meiningen: „Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern die Chance geben, die Arbeit des BUND in der Region kennen zu lernen. Der Kreisverband betreut beispielsweise mehrere Streuobstwiesen im Landkreis und setzt sich für die Sicherung des "Grünen Bandes", der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, als Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen und als Mahnmal der Geschichte ein. Einen Schwerpunkt der Vereinsarbeit bildet darüber hinaus die Umweltbildung: Der BUND Schmalkalden-Meiningen führt über das Jahr über 50 Veranstaltungen und Aktionen für Jung und Alt durch, darunter auch die beliebte Veranstaltungsreihe „Wilde Samstage“ für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Weitere Themen sind die Versalzung der Werra, der Widerstand gegen die Rhöntrasse und der praktische Einsatz für die Energiewende. Der Kreisverband betreibt seit 2006 eine eigene Photovoltaik-Anlage in der „Solarkommune“ Viernau. Es gibt also viel zu tun, deshalb freuen wir uns über Menschen – ganz gleich ob jung oder alt – die uns ehrenamtlich unterstützen wollen und natürlich über neue Mitglieder, welche unsere umweltpolitische und gemeinnützige Arbeit mit ihrer Stimme und einem frei zu wählenden finanziellen Beitrag unterstützen. Der BUND ist ein Mitgliederverband: Je stärker unsere Gemeinschaft ist, desto mehr erreichen wir natürlich für Umwelt und Natur. Das Team vor Ort ist direkt vom BUND und informiert Sie gerne über die bestehenden Möglichkeiten zur Mithilfe. Wir freuen uns auf Sie!“

Alle Bürger, die in dieser Woche nicht direkt mit dem Team des BUND ins Gespräch kommen können, haben jederzeit die Möglichkeit, schnell und unkompliziert Kontakt über die Landesgeschäftsstelle in Erfurt aufzunehmen.

Unsere Kontaktdaten:
BUND Landesgeschäftsstelle
Trommsdorffstraße 5
99084 Erfurt
Fon: 0361 - 555 03 10
Fax: 0361 - 555 03 19
bund.thueringen@bund.net
www.bund-thueringen.de

Über den BUND:
Der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V. (BUND) ist ein gemeinnütziger Verband, der sich seit über dreißig Jahren vielfältigen Natur- und Umweltschutzthemen widmet. Dabei wirkt er überwiegend lokal und regional und ist zusätzlich im weltweit größten Umweltschutznetzwerk Friends of The Earth International (FoE) organisiert.
Nach § 63 des Bundesnaturschutzgesetzes ist der BUND als Umweltverband anerkannt und wird bei Eingriffen in den Naturhaushalt angehört. Dabei arbeitet er wirtschaftlich, parteipolitisch und konfessionell unabhängig.
Derzeit hat der BUND über 500.000 Mitglieder. Sie sind in einem flächendeckenden Netz von über 2.000 Kreis- und Ortsgruppen organisiert. Dazu kommen ca. 800 Kinder- und Jugendgruppen, mit insgesamt knapp 40.000 Mitgliedern, die in einer eigenen Jugendorganisation, der BUNDjugend, organisiert sind.  
Der BUND will die natürliche Schönheit und Vielfalt unserer Heimat bewahren. Dabei verstehen wir uns als Anwalt für Natur, Landschaft und Mensch. Unser Ziel ist es, die natürlichen Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen zu erhalten.

30. Mai 2017

Pressemitteilung Veranstaltungshinweis: „Der Laubfrosch und die Geburtshelferkröte in Thüringen – Tümpel für den Froschkönig“

Der „Naturerlebnis Trusepark“ und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Landesverband Thüringen, laden unter dem Titel

„Der Laubfrosch und die Geburtshelferkröte in Thüringen – Tümpel für den Froschkönig“

am Mittwoch, dem 31. Mai, zu einem Vortrag in das Seminargebäude des „Naturerlebnis Trusepark“  ein.
Thomas Wey, Mitarbeiter im BUND-Laubfroschprojekt, wird ab 19.00 Uhr die interessante Lebensweise der beiden Amphibienarten vorstellen und auf die Ursachen des anhaltenden Bestandsrückganges in Thüringen eingehen. Außerdem stellt er die Ziele seines Projektes vor. So wurde bereits im Februar diesen Jahres ein neuer Teich auf dem Gelände des „Naturerlebnis Trusepark“ angelegt. Dieser kann im Anschluss an den Vortrag besichtigt und mit etwas Glück die Lurche „verhört“ werden.
Eine Wegbeschreibung zum Seminargebäude findet man unter www.trusepark.com.

Gefördert wird dieses Vorhaben aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Thüringen über das Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft“ (ENL).

Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Der Eintritt ist frei, Spenden für dieses und andere Projekte sind willkommen.

Für Rückfragen:

Alfred Kratz
Tel.: 036840/ 41170
Email:    a.kratz@trusepark.com

Thomas Wey
BUND Thüringen
Wintergasse 8
98617 Meiningen
Tel./ Fax: 03693/ 42012
Email: thomas.wey@bund.net

24. April 2017

„Die Erde braucht Freunde“ – auch in Meiningen – Der BUND informiert und wirbt für sich und seine Projekte vom 24. bis 29. April 2017 in Meiningen

Foto: BUND Thüringen

Meiningen. Vom Montag, den 24. April, bis einschließlich Samstag, den 29. April, wird ein Team des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in Meiningen unterwegs sein, um mit den Bürgern das Gespräch über umweltpolitische Themen der Region zu suchen und über den gemeinnützigen Verein und seine Projekte zu informieren.  

Frank Henkel, Vorsitzender des Kreisverbandes Schmalkalden-Meiningen: „Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern die Chance geben, die Arbeit des BUND in der Region kennen zu lernen. Dazu gehören neben der Aufklärungsarbeit zum Thema Stromtrasse Südlink auch die bei Eltern und Kindern beliebte Veranstaltungsreihe ‚Wilde Samstage‘, die Pflege von Orchideen- und Streuobstwiesen sowie der Einsatz für die Sicherung des ehemaligen Grenzstreifens als ‚Grünes Band‘ Thüringen.“

Besonders freut sich der BUND Meiningen über Menschen – ganz gleich ob jung oder alt – die sich ehrenamtlich engagieren wollen und natürlich über neue Mitglieder, welche seine umweltpolitische und gemeinnützige Arbeit mit ihrer Stimme und einem frei zu wählenden finanziellen Beitrag unterstützen. „Der BUND ist ein Mitgliederverband“, so Henkel. „Je stärker unsere Gemeinschaft ist, desto mehr erreichen wir natürlich für Umwelt und Natur. Das Team vor Ort ist direkt vom BUND und informiert Sie gerne über die bestehenden Möglichkeiten zur Mithilfe. Wir freuen uns auf Sie!“

Alle Bürger, die in dieser Woche nicht direkt mit dem Team des BUND ins Gespräch kommen können, haben jederzeit die Möglichkeit, schnell und unkompliziert Kontakt über die Geschäftsstelle in Meiningen aufzunehmen.

Unsere Kontaktdaten:
BUND Kreisverband Schmalkalden-Meiningen
Wintergasse 8
98617 Meiningen

Tel./Fax: 03693 / 42012
E-Mail: bund.meiningen@bund.net

Über den BUND:
Der Bund für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland e.V. (BUND) ist ein gemeinnütziger Verband, der sich seit über dreißig Jahren vielfältigen Natur- und Umweltschutzthemen widmet. Dabei wirkt er überwiegend lokal und regional und ist zusätzlich im weltweit größten Umweltschutznetzwerk Friends of The Earth International organisiert.
Nach § 63 des Bundesnaturschutzgesetzes ist der BUND als Umweltverband anerkannt und wird bei Eingriffen in den Naturhaushalt angehört. Dabei arbeitet er wirtschaftlich, parteipolitisch und konfessionell unabhängig.
Derzeit hat der BUND über 500.000 Mitglieder. Sie sind in einem flächendeckenden Netz von über 2.000 Kreis- und Ortsgruppen organisiert. Dazu kommen ca. 800 Kinder- und Jugendgruppen, mit insgesamt knapp 40.000 Mitgliedern, die in einer eigenen Jugendorganisation, der BUNDjugend, organisiert sind.  
Der BUND will die natürliche Schönheit und Vielfalt unserer Heimat bewahren. Dabei verstehen wir uns als Anwalt für Natur, Landschaft und Mensch. Unser Ziel ist es, die natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch, Tiere und Pflanzen zu erhalten.

19. Dezember 2016

Ein besseres Müllkonzept für Südwestthüringen e.V.

Meiningen. 1994 wurde der Zweckverband für Abfallwirtschaft Südwestthüringen gegründet. Der Suhler Oberbürgermeister Dr. Kummer wurde dessen Vorsitzender. Bereits 1995 lud das dem Oberbürgermeister unterstellte Umweltamt der Stadt Suhl zu einer Veranstaltung über „Thermische Abfallverwertung“ ein. Eine Riege von Experten  warb wärmstens für die Technologie. Dem Moderator wurde in dieser Veranstaltung untersagt, das Wort „Müllverbrennung“ zu verwenden.

Dann war nach außen hin Schweigen. Schließlich hatte man zunächst eine Autobahn durch das Herz des Thüringer Waldes und durch das Territorium der Stadt Suhl genehmigungsfähig zu machen. Das gelang. Kaum einer ahnte, dass dies ganz nebenbei ein erheblicher Standortvorteil für künftigen Mülltourismus wurde.

Etwa seit 1998 ging der Zweckverband mit den Früchten seiner zwischenzeitlichen Arbeit an die Öffentlichkeit, nämlich der Argumentation für eine künftige zentrale Anlage zur thermischen „Verwertung“ von Restmüll in Südwestthüringen . Drei Standorte waren angedacht, aber einer nur war gemeint. An allen drei Orten regte sich Bürgerwiderstand. Der Verein „Ein besseres Müllkonzept für Südwestthüringen e.V.“ gründete sich unter maßgeblicher Mitwirkung von Birgit Henkel, der Geschäftsführerin der BUND-Kreisstelle. Die Zella-Mehliser Ärztin Ursula Schlütter wurde zur Vorsitzenden gewählt. Sie leitete die Aktionen des Vereins bis Ende 2001 und übergab dann den Staffelstab dem Suhler Psychologen Dr. Rainer Gunkel, ehe im Dezember 2005 die Suhler Lehrerin Petra Hardt das schwierige Amt übernahm. Der Widerstand wurde koordiniert. Experten von Alternativen zur Müllverbrennung wurden zu Bürgerforen eingeladen. Prof. Harry Rosin (Düsseldorf) kam 1999 nach Meiningen und 2002 nach Erfurt. Prof. Ottmar Wassermann (Kiel) referierte 2001 in Suhl. Ausstrahlung und Rückenhalt dieser beiden Experten machte viele hiesige Bürger zu Kennern der Materie und zu Kämpfern für einen besseren Umgang mit Abfällen.
Zunächst aber machte der Zweckverband mittels taktischer Kniffe den Standort Zella-Mehlis/Suhl fest. Sodann beschloss er gegen vehementen Widerstand in den eigenen Reihen die Kriterien für die Ausschreibung einer Müllverwertungsanlage.

Erwartungsgemäß gaben die Kriterien der Verbrennung freie Fahrt . Die CDU-Mehrheiten in allen Landkreisen sicherten die Macht in der Verbandsversammlung. Weder Vermeidung noch Recycling waren gefragt. Auf ein kritisches Gutachten des damaligen Suhler Umweltamtes wurde kurzweg mit Auflösung dieses Amtes reagiert. So konnte eine Anlage zur Müllverbrennung der Fa. Martin aus München im März 2003 das Rennen machen. Nun konzentrierte sich der Widerstand auf immer größer werdende Demonstrationen, unterfüttert durch Informationsabende mit weiteren Experten.
In Zella-Mehlis, dem Standort der MVA, solidarisierten sich 10 Vereine, so dass binnen kurzem der Zella-Mehliser Bürgerwiderstand die wichtigste Basis unserer Vereinsarbeit wurde. Die südthüringischen Bürger spendeten für die Finanzierung der Vereinsausgaben für Veranstaltungen, Anwälte und Experten über 30.000 €! Das Landesverwaltungsamt wurde mit 13.666 Menschen Einwendungen gegen den MVA-Bau überschüttet.

Zur Kommunalwahl 2004 verlor die CDU im Stadtkreis Suhl massiv an Stimmen, die verbrennungskritische Bürgerbewegung „Aktiv für Suhl“ hob von Null auf über 30% ab. Auch im Landkreis bekam die für Abfallverbrennung plädierende CDU von den Bürgern die Quittung und rutschte erheblich ab.

Der Erörterungstermin im August 2004 im Congress Centrum Suhl wurde zur Großveranstaltung. Unsere Experten   setzten den Vertretern des Zweckverbandes sowie den Fachleuten des Landesverwaltungsamtes heftig zu und beherrschten von Dienstag bis Sonnabend die Szene vor bis zu tausend interessierten Zuhörern. Aber weder Fakten noch Bürgermehrheiten hinderten an der amtlichen Genehmigung, die der Stadt Zella-Mehlis zum 6.April 2005 erteilt wurde und den sofortigen Baubeginn ermöglichte. Auf vielen Ebenen legte der Widerstand noch einmal zu. Die Stadt Zella-Mehlis stellt sogar einen Eilantrag auf Baustopp an das Oberverwaltungsgericht Weimar, der nach öffentlicher Verhandlung zum 8.3.2006 abgelehnt wurde. So kam die Wahl von Dr. Triebel zum Suhler Oberbürgermeister im Sommer 2006 zu spät, um die Weichen in der lokalen Abfallpolitik neu zu stellen.

Mittlerweile gilt die Verbrennung von Abfall im großen Stil in Deutschland als normal. Nicht einmal die vom früheren Umweltminister Trittin angemahnte Vorsortierung vor Verbrennung wird noch diskutiert. Vielmehr subventioniert die EU Verbrennungsanlagen in Osteuropa, und Deutschland stieg auf zum „Müllstaubsauger Europas“ . Zwischen einer und zwei Millionen Tonnen Hausmüll – das entspricht einem Güterzug von 500 bis 1000 km Länge - werden hierzulande jährlich verbrannt. Die RABA (Restabfallbehandlungsanlage) Zella-Mehlis/Suhl ist kräftig dabei.

Kritische Stimmen können derzeit leicht abgetan werden, da sich die Umweltbelastungen erst langfristig bis zu gefährlichem Ausmaß steigern. Wir können auf keine verwertbaren Indizien für gesundheitliche Belastungen verweisen. Eine Grenzwertdiskussion hat sich nach Vorliegen der Werte für die Anlagen-Emission erübrigt, da wir die Werte nicht prüfen können. Veränderungen des Krankheitsgeschehens direkt auf Müllverbrennung zurückzuführen scheitert am finanziellen Aufwand spezieller seriöser Untersuchungen.

Chancen des Recycling werden vertan durch laxe EU-Auflagen. Entwürfe für ein Ende der Ära des fossilen Verbrennens verbleiben in den Schubladen. Kreislaufwirtschaft bleibt trotz des existenziell bedrohlichen Klimawandels Utopie. Widerstand zwecklos. Oder bedarf es doch nur eines entsprechenden Auslösers, damit er umso heftiger aufflammt?

Der UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon nannte das derzeitige Wirtschaftsmodell „einen globalen Selbstmordpakt“ . Die Technologie „Thermische Abfallverwertung“ ist wesentlicher Bestandteil dieses Paktes und damit eine überaus schlechte Neuerung im Umgang mit Abfall. Die Verbrennungswirtschaft, sei es in Südthüringen oder sei es global, hat aber lediglich einen Pyrrhussieg davongetragen. Klimawandel, Verlust der Artenvielfalt und Ressourcenverbrauch werden ein anderes, ein zukunftsfähiges Wirtschaften erzwingen.

Die ehemaligen Aktiven des Vereins „Ein besseres Müllkonzept für Südwestthüringen“ bedanken sich bei allen Unterstützern für Engagement, Großzügigkeit  und Courage und bekunden für das Jahr 2017 die Vereinsauflösung. 

Im Namen aller Vereinsmitglieder: Petra Hardt, Birgit Henkel, Klaus Gödecke, Peter Hornschuch, Matthias Richarz, Frank Rothämel, Dr. Wolfgang Mey, Horst Liebermann,
Dr. Rainer Gunkel

21. September 2016

„Biene Maja“ erhält Hilfe aus Schmalkalden-Meiningen: BUND erhält Auszeichnung „Thüringer Bienenfreunde 2016“

Erfurt/ Meiningen. „Kinder schwärmen für Bienen“ – unter diesem Motto setzt sich die Kindergruppe des BUND Kreisverbandes Schmalkalden-Meiningen seit Jahren aktiv für den Schutz von Bienen und anderen Insekten ein. Ihr Engagement wurde am Freitag, den 16. September, im Rahmen der „Grünen Tage Thüringen“  in Erfurt nun offiziell mit der Auszeichnung „Thüringer Bienenfreunde“ 2016 geehrt. Die Prämierung setzt ein positives Signal, das dazu anregen soll, dem Vorbild auch in anderen Teilen Thüringens zu folgen.
Durch den Bau von Nisthilfen, der Pflege von Streuobstwiesen, der Pflanzung neuer Obstbäume sowie der Aufklärung der Öffentlichkeit leisten die Kindergruppe und Mitglieder des BUND Kreisverbandes Schmalkalden-Meiningen Jahr für Jahr einen Beitrag, die Insektenbestände in der Region zu sichern.

„Wir freuen uns sehr über die öffentliche Anerkennung. Die Bestandserhaltung von Bienen und anderen Insekten ist eine wichtige Aufgabe des BUND und wir möchten bereits die Jüngsten animieren, Ihren Beitrag dazu leisten“, so Frank Henkel, stellvertretender Landesvorsitzender, BUND Thüringen. „Von den Aktionen profitieren nicht nur die Insekten, sondern auch die Kinder selbst im Hinblick auf Kreativität und Gruppendynamik.“

Mit den vielfältigen BUND-Umweltbildungsangeboten im Kreis Schmalkalden-Meiningen lernen nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene die Lebensweise und den Lebensraum sowie verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung der Insekten kennen. Frank Henkel: „Wir freuen uns, wenn in Zukunft noch mehr Kreis- und Ortsverbände des BUND über die Landesgrenzen hinaus unserem Vorbild folgen. Wir alle können einen Beitrag zur Sicherung des Lebensraums von „Biene Maja“ leisten.“

Wie Sie helfen können, den Lebensraum von Bienen zu schützen, erfahren Sie unter: http://www.bund.net/themen_und_projekte/aktion_wildbienen/was_kann_ich_tun/. 

29. August 2016

Großdemonstration in Leipzig am 17. September „Für einen gerechten Welthandel: STOP CETA & TTIP“ – Busse ab Meiningen und Suhl

Am 17. September findet eine von sieben Großdemonstrationen "Für einen gerechten Welthandel: CETA & TTIP stoppen" in Leipzig statt.

"Wir haben einen Bus organisiert, damit möglichst viele Menschen aus der Region Süd- und Westthüringen mit uns ihren Protest gegen die undemokratischen Freihandelsabkommen auf die Straße tragen können", so Thomas Wey vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Thüringen e.V. (BUND). Er arbeitet zusammen mit dem DGB Regionalverband Südthüringen und Bündnis 90/ Grüne an der Vorbereitung des Aktionstages.

"Wer CETA befürwortet, wie unser Wirtschaftsminister und Vizekanzler, Sigmar Gabriel (SPD), der will TTIP durch die Hintertür einführen. Alle Konzerne haben Niederlassungen in Kanada oder werden sie nach Ratifizierung von CETA schaffen, um so z.B. die privaten Schiedsgerichtsverfahren zur Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen wegen entgangener Gewinne gegen demokratisch regierte Staaten nutzen zu können." beschreibt er die aktuelle Situation.

Das bundesweite Bündnis "CETA und TTIP stoppen! - Für einen gerechten Welthandel!" erwartet am 17. September mehr als 250.000 Menschen auf den sieben zeitgleich stattfindenden Demonstrationen. So wird in der entscheidenden Woche vor dem Treffen der EU- Handelsminister am 22./23. September in Bratislava ein deutliches Signal gesetzt. Denn dieses Treffen soll den Weg ebnen für die Unterzeichnung von CETA und für eine vorläufige Inkraftsetzung des Vertrags. Dadurch würden Tatsachen geschaffen und die demokratischen Entscheidungsprozesse in den EU-Mitgliedsstaaten zunächst umschifft.

Das Bündnis lehnt alle Versuche ab, die Rechte der Parlamente auszuhebeln oder einzuschränken. Im gemeinsamen Aufruf für den Demonstrationstag wird kritisiert, dass CETA und TTIP "vor allem mächtigen wirtschaftlichen Interessengruppen dienen und somit das Ungleichgewicht zwischen Gemeinwohl- und Wirtschaftsinteressen festschreiben". Beide Abkommen untergraben Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und bedrohen Umwelt- und Verbraucherschutz, Arbeitsrechte, soziale Standards, Kultur und Bildung. Gefordert werden stattdessen soziale und ökologische Leitplanken für die Globalisierung.

Der Meininger Bus startet am 17. September bereits um 5.30 Uhr am Bahnhofsvorplatz und fährt über Eisenach und Nordhausen nach Leipzig. Bustickets zum Preis von 20,- Euro (ermäßigt 10,-Euro) können unter http://ttip-demo.de/Anreise erworben werden. Die verbindlichen Buchungen müssen bis 5.9., 24.00 Uhr, vorgenommen werden. Kurzentschlossene können später unter bund.meiningen@bund.net Restkarten erfragen.

Weitere Busse in der Region fahren 7.00 Uhr ab Hildburghausen und 8.00 Uhr ab Suhl.

Alle Informationen unter http://ttip-demo.de.

Hintergrund: Das bundesweite Bündnis "CETA und TTIP stoppen! - Für einen gerechten Welthandel!" reicht von dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac und der Bürgerbewegung Campact über den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), den Deutschen Kulturrat, den Paritätischen Wohlfahrtsverband bis zur entwicklungspolitischen Organisation Brot für die Welt und allen großen Natur- und Umweltverbänden von BUND und NABU bis Greenpeace und WWF. Dem Trägerkreis gehören insgesamt 30 Organisationen an. Weitere Demonstrationen finden zeitgleich in Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart statt.

3. Februar 2015

Chance für ein zukunftsfähiges Modellprojekt in der Rhön?

Die deutliche Mehrheit der Bürger im Landkreis Schmalkalden-Meiningen hatte sich beim Bürgerentscheid im Herbst des vergangenen Jahres gegen das „Turmprojekt“ auf der Hohen Geba ausgesprochen. Kritisch betrachtete man die Planung, weil sie auf Massentourismus ausgerichtet war und die Architektur keiner nachhaltigen Bauweise entsprach. Vielen Bürgern war es unverständlich, warum Alternativen nicht zur Diskussion standen, das 14-Millionen-Projekt ohne Wettbewerbsverfahren und Bürgerdialog umgesetzt werden sollte.

Gabriele Bruchlos, einst Mitinitiatorin des Bürgerbegehrens, wünscht sich nun ein  umweltfreundliches Tourismuskonzept für die Geba und ihre umliegenden Dörfer. So sehen es auch Bürger aus Stepfershausen, Geba, Bettenhausen, Helmershausen und Mehmels, die sich nunmehr zu einem Bürgerforum „Zukunft Hohe Geba“ zusammengeschlossen haben. „Dies sind Mitstreiter aus der ehemaligen Bürgerinitiative, die sich für die touristische Entwicklung ihrer Heimat gern mit einbringen möchten und nun in den gemeinsamen Dialog treten wollen.“ erläutert Gabriele Bruchlos. Über die Bereitschaft des Bürgerforums zur Mitarbeit informierten Jörg Herklotz und Gabriele Bruchlos den Bürgermeister der Einheitsgemeinde Rhönblick, Christoph Friedrich, vor wenigen Tagen.

Am Bürgermeister-Gespräch nahm auch Birgit Henkel als Vertreterin des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) teil. Sie verwies aus heutiger Sicht auf die einmalige Chance, gemeinsam im sachorientierten Dialog zunächst Ziele und Kriterien für eine Tourismusentwicklung auf der Geba zu finden, die sich dann im Dialog der Ideen und dem so gefundenen und dann von allen getragenen Projekt wiederfinden. „Dies hätte viele Vorteile.“, führt die Vertreterin des Umweltverbandes weiter an. „Ein gemeinsam erarbeitetes Projekt wird in der Bevölkerung, in der Region und darüber hinaus eine höhere Akzeptanz finden. Dies würde die Realisierung wesentlich erleichtern oder überhaupt erst möglich machen.“

Das Interesse der Internationalen Bauausstellung Thüringen (IBA) für die Rhön ist geweckt. „Die IBA wäre bereit“, so die Aussage ihrer Geschäftsführerin Frau Dr. Doehler-Behzadi, „einen gemeinsamen Gestaltungsprozess zu begleiten, wenn dieser von den Bürgermeistern gewünscht und von allen Akteuren vor Ort getragen wird. Ein zukunftsfähiges Tourismusprojekt auf der Hohen Geba sollte diesen wunderbaren Landschaftsraum bereichern und höchsten gestalterischen Ansprüchen genügen. Dazu muss man sich verständigen, von der Zielbestimmung über die Ausschreibung eines internationalen Wettbewerbs bis zur Projektrealisierung.“

„Schon diese Phase solch einer Projektentwicklung würde große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit finden und wäre eine gute Werbeplattform für die Hohe Geba.“, ist Birgit Henkel überzeugt. Dies würde bedeuten, dass die Rhön im internationalen Fokus stünde – ein Vorteil auch für die zukünftig notwendige Fördermittelakquise.

Ulrich Töpfer, stellvertretender Bürgermeister von Meiningen und GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, unterstützt die Initiativen des BUND und des Bürgerforums. Ein Tourismuskonzept für ein einzigartiges Großschutzgebiet wie dem Biosphärenreservat Rhön muss aus Töpfers Sicht heute durch Nachhaltigkeit bestimmt sein.
Abschließend bemerkt der GRÜNEN-Politiker: „Uns allen, ob Turmbefürworter oder –gegner ist etwas gemeinsam - dass in der thüringischen Rhön touristisch etwas beispielhaftes entstehen soll. Die Bürger haben sich ein demokratisches Mitspracherecht erworben und nur ein gemeinsamer, transparenter Gestaltungsprozess kann zielführend sein.“

27. Januar 2014

„Brauchen wir das schiefste Gebäude der Welt in der Rhön?“

Den Tourismus im Biosphärenreservat Thüringer Rhön auszubauen, ist sinnvoll. Das begrüßen auch die Umweltschützer der Verbände NABU und BUND des Landkreises Schmalkalden-Meiningen.
 
Dass die Tourismusentwicklung nur im Wettlauf mit Superlativen geschehen muss, ist allerdings für Birgit Henkel vom BUND nicht nachvollziehbar. „Brauchen wir wirklich das schiefste Gebäude der Welt, um Besucher  zu uns in die Rhön zu locken?“ Auch Roland Burckhardt vom NABU hat seine Bedenken: „Der teure schiefe Turm samt seiner Ellipse wäre sowieso nicht ganzjährig sichtbar, da es viele Schlechtwettertage auf dem Berg gibt.“ Er muss es wissen als gebürtiger Bettenhäuser.
 
Für die Umweltschützer und Naturfreunde ist das Ausstellungsgebäude, ein Baustein des geplanten Besucher- und Erlebniszentrums, spektakulär genug. Aus ihrer Sicht ist dieses das eigentliche Kernstück der Planung. Gleichzeitig sei es landschaftsangepasst und originell, da es unterirdisch in den Berg eingebaut werden soll. Die geplante interaktive Ausstellung zur Geologie des Berges, zu Naturgewalten und zur Sternenkunde müsse Besuchermagnet des Planungsvorhabens werden, nicht das schiefste Gebäude der Welt.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Ausstellung sollte das Biosphärenreservat  Rhön werden, so der NABU-Vorsitzende Roland Burckhardt. „Auch 23 Jahre nach dessen Gründung des Biosphärenreservates  ist vielen Menschen nicht klar, warum solche Schutzgebiete überhaupt ausgewiesen werden und welche Bedeutung sie im internationalen Kontext haben.“ Mit der Ausstellung sollte es gelingen, dies Kindern und Erwachsenen auf anschauliche, interessante Art und Weise zu vermitteln, sie neugierig zu machen auf die einzigartige Kulturlandschaft der Rhön“, so die Vertreter der Verbände.

Bei allen Überlegungen zum Großprojekt, so die Empfehlung von BUND und NABU, sind auch die Ideen des Hüttenwirts Silvio Vollstädt, Betreiber der Geba-Baude, mit einzubeziehen. Der bestehende Gebäudekomplex, (u. a. Baude, Rhönkulturgarten, Spielplatz…) und das neu zu Errichtende befinden sich nicht nur in unmittelbarer Nachbarschaft, sondern hätten auch positive Synergieeffekte.
 
Hunderttausend Besucher pro Jahr sind für das Besucher- und Erlebniszentrum kalkuliert,  womit also eine Entwicklung in Richtung Massentourismus beabsichtigt ist. Da muss hinterfragt werden, ob die Rhön der richtige Ort für einen künstlich erzeugten Eventtourismus ist. „Vor 20 Jahren wurde diese Frage schon einmal deutlich verneint, als nämlich ein  so genannter Centerpark unweit von Hermannsfeld von den Bürgern abgelehnt wurde“, erinnert Birgit Henkel.

Vertreter der Umweltverbände sind gern bereit, ihre Ideen und Anregungen mit Bürgermeistern und dem Landrat zu diskutieren. „Konstruktive Vorschläge kommen sicherlich auch nach dieser erstmaligen Präsentation des Großprojektes noch von vielen Bürgern aus der Region. Diese sollte man ernst nehmen“, so Birgit Henkel überzeugt und zitiert einen Bibelspruch: „Prüfet alles, das Gute behaltet!“

17. September 2012

Die Erde braucht Freunde! - Der BUND informiert & wirbt für sich in Meiningen vom 17.09. bis zum 22.09.2012

4 Menschen in grünen T-Shirts halten ein Banner der BUND-Gruppe Schmalkalden-Meiningen
Die Mitglieder des BUND-Teams.

Meiningen. Von Montag, dem 17.09., bis Samstag, dem 22.09., wird ein Team des BUND an Meininger Haustüren über den gemeinnützigen Verein und seine Projekte informieren.

BUND-Kreisgeschäftsführer Thomas Wey hofft, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger das Angebot nutzen, die Arbeit des BUND kennen zu lernen und sie auch zu unterstützen: „Besonders freuen wir uns über Menschen – ganz gleich ob jung oder alt – welche sich ehrenamtlich engagieren wollen“, so der Kreisgeschäfstführer. Thomas Wey heißt auch jene willkommen, „die als Mitglied unsere umweltpolitische Arbeit mit ihrer Stimme und einem frei zu wählenden finanziellen Beitrag unterstützen wollen. Der BUND ist ein Mitgliederverband und als starke Gemeinschaft erreicht er mehr für Umwelt und Natur.“

Die Kreisgruppe Schmalkalden-Meiningen zählt zu den größten und aktivsten in Thüringen. Vor allem die Wilden Samstage für Kinder, das Projekt Rettungsnetz Wildkatze und der Einsatz für die Erhaltung des Grünen Bandes sind über die Region hinaus bekannt. Das BUND-Team informiert gerne über die bestehenden Möglichkeiten zur Mithilfe und über alle aktuellen Projekte.

14. März 2012

BUND-Bildungspaket zu Wildkatze und Waldverbund

BUND-Praktikantin Marie-Luise Pietzsch macht sich mit den Inhalten der Biodiversitäts-Kiste und den Unterrichtsmaterialien „Bildung für die Katz“ vertraut.
BUND-Praktikantin Marie-Luise Pietzsch macht sich mit den Inhalten der Biodiversitäts-Kiste und den Unterrichtsmaterialien „Bildung für die Katz“ vertraut.

Meiningen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Kreisverband Schmalkalden-Meiningen, hat heute eine Umweltbildungskiste mit Materialien rund um das Thema Wildkatze vom BUND Thüringen überreicht bekommen. „Nachdem es im letzten Jahr bereits Nachweise von Wildkatzen in den Wäldern des Grabfeldes und der Rhön gegeben hat, freuen wir uns besonders, nun auch hier in der Stadt Meiningen den scheuen Jägern auf vier Pfoten mehr Aufmerksamkeit geben zu können“, sagte Birgit Henkel, Mitarbeiterin des Umweltverbandes. Die „Wildkatzenkiste“ ist Teil eines umfangreichen Bildungspakets für die inner- und außerschulische Umweltbildung zu den Themen Waldbiotopverbund und Wildkatze. „Wir brauchen ein Netzwerk Grüner Korridore von 20.000 km Länge, wenn Wildkatze und viele andere bedrohte Arten in Deutschland eine Chance zum Überleben haben sollen“, erklärte Birgit Henkel. „Für dieses Ziel brauchen wir auch ein großes Netz von Unterstützern.“

Mit diesem Angebot können Kinder und Jugendliche für die Wildkatze und das Ökosystem Wald sensibilisiert werden. Die Inhalte des Pakets funktionieren fächerübergreifend und lassen sich unter anderem in den Unterricht der Fächer Biologie, Ethik, Religion, Geschichte, Geographie, Politik und Sozialkunde vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe II integrieren. Das BUND-Bildungspaket besteht aus drei Komponenten: den Unterrichtsmaterialien „Bildung für die Katz“, den Biodiversitäts-Kisten für Exkursionen in den Wald und einer wissenschaftlichen Mitmachaktion. Die Unterrichtsmaterialien können auch als „Kinderakademie“ kompakt im Rahmen ganzer Projektwochen genutzt werden. Es gibt Bausteine wie Information, Forschung, Spiel oder kreative Betätigung.

Die Wildkatzenkiste kann beim BUND Meiningen ausgeliehen werden (Anfragen an 03693/ 42012 oder bund.meiningen@bund.net). Weitere Informationen zum Bildungspaket und Materialien zum Download gibt es unter www.bund.net/wildkatzenbildung.

 

Das Bildungspaket wurde im Rahmen der BUND-Kampagne „Biotopvernetzung – Netze des Lebens“ entwickelt und mit EU-Mitteln im Rahmen des Programms LIFE+ sowie der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Quelle: http://schmalkalden-meiningen.bund.net/presse/pressemitteilungen_kreisverband/